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Meine Freundin Snowy

 

Ich sprang vom Frčhstčckstisch auf und der Stuhl kippte um. War es wirklich wahr? Ich konnte es einfach nicht fassen. Meine Eltern hatten mir gerade etwas Unfassbares berichtet: Ich durfte Reiten lernen und wenn es mir gefiel, kauften sie mir vielleicht ein Pony. Sie hatten gemeint, dass ich auch mal einen Sport machen solle. "Mam, Dad, das ist einfach super!", rief ich aufgeregt. "Es freut uns, dass es dir so gut gefŐllt", freute sich meine Mutter. Ich konnte es gar nicht mehr erwarten, bis ich endlich anfangen durfte. "Und wann kann ich anfangen?", fragte ich aufgeregt. "Meine Gčte, Lisa, du bist ja gar nicht mehr zu halten!", meinte mein Vater. "Ach ja, weižt du, ich freue mich so, weil so viele meiner Freundinnen reiten kÜnnen, blož ich nicht. Aber jetzt, oh man ........", erklŐrte ich. "Das kann ich verstehen, du darfst am Wochenende anfangen", erzŐhlte meine Mutter. Und so fieberte ich dem Wochenende entgegen. Als es endlich soweit war, war ich kaum zu halten. Ich wollte zu den Ponys, aber erst musste ich warten, bis eine nette Frau zu uns kam. Sie zeigte uns die ganze Reitschule und wir waren alle drei begeistert. Die StŐlle zeigte sie uns als letztes, aber fčr mich war es das Allerbeste vom ganzen Hof.

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Wir sahen uns alle Pferde an, aber eins gefiel mir besonders gut. Es war ein schneeweižes Pony und hiež Snowy. Ich wusste, auf diesem Pony wollte ich reiten lernen. Und sofort fragte ich die nette Frau, die auch meine Reitlehrerin sein wčrde. Aber sie meinte: "Oh, da hast du gerade das Pony gewŐhlt, das alle irgendwann wieder abwirft. Nein, ich kann und will es nicht verantworten, dass irgendein Kind durch Snowy Schaden nimmt." "Dann will ich nicht reiten lernen, Sie kÜnnen doch nicht wissen, ob Snowy mich nicht mag!", rief ich aufgebracht." "Lassen Sie Lisa es doch probieren, wir čbernehmen die volle Verantwortung dafčr", stimmte mein Vater mir zu. Jetzt erlaubte die Frau es, sattelte und trenste Snowy und fčhrte sie in die Reithalle. Sie zeigte mir wie man aufsitzt und dann ging es los! Snowy setzte zu einem leichten Trab an, doch ich blieb ruhig. Mir gefiel es zu reiten. "Nanu, Snowy ist sonst nie so ruhig, wie machst Du das?", fragte meine Lehrerin erstaunt.

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"Vielleicht mag sie mich", meinte ich und ich hatte Recht. Sie gehorchte wie das beste Dressurpferd. Und so entstand eine neue Freundschaft, die immer halten sollte. In ein paar Wochen war ich schon richtig gut: Ich konnte traben, galoppieren und ein bisschen springen. Doch ich wusste nicht, dass ich nur noch ein Wochenende mit Snowy haben sollte.

 

An einem Freitag vor dem Wochenende war ich frÜhlich, weil ich an diesem Tag einen grožen Ausritt mit Snowy mitreiten wollte. Aber ich sollte erst spŐter erfahren, dass es ein Abschiedsritt fčr Snowy war. Als wir zurčck ritten, sagte eine meiner neuen Freundinnen, dass Snowy verkauft werden sollte. Ich war geschockt. "Nein, das kann nicht sein", sagte ich fassungslos. Als Snowy wieder in ihrer Box stand, sprach ich mit ihr und konnte kaum die TrŐnen unterdrčcken. Ich wusste, was ich tun wollte: Ich wollte wegreiten, mit Snowy. So plante ich am nŐchsten Samstag die Flucht. Aber ich hatte ein wenig Angst.

Am Samstag packte ich ein bisschen Essen in meinen Rucksack. Natčrlich waren auch Wasser und Leckerlies fčr Snowy dabei. Jatzt fuhr ich mit dem Fahrrad zum Reitstall, es war erst 7 Uhr morgens. In Snowys Box war ich ziemlich nervÜs und liež den Sattel fast neben Snowy ins Stroh plumpsen. Als ich endlich mit Snowy auf dem Hof stand, war es schon ein bisschen heller geworden. Sicher und bestimmt ritt ich los. Der Besitzer wollte Snowy gerade aus der Box holen, als er sah, dass sie nicht mehr da war. Er wusste schon ziemlich sicher, wer sie mit sich genommen hatte, denn ich war die einzige, der Snowy vertraute. Ich wusste nicht, warum er Snowy verkaufen wollte und an wen.

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Der wahre Grund war, dass er Snowy an meine Eltern verkaufen wollte, weil ich am Montag 11 Jahre alt werde. Der Besitzer rief meine Eltern an, die waren entsetzt. Sie riefen mich auf meinem Handy an. Ein Glčck, dass ich źranging! "Lisa Schatz, geht es dir gut?", fragte meine Mutter besorgt. "Ja, aber Snowy soll verkauft werden, das will ich nicht!", meinte ich. Jetzt erklŐrte meine Mutter : "Wir werden Snowy kaufen, das sollte eine ćberraschung sein!" "Ach so, ich bin so glčcklich Mutti, ich komme nach Hause!", sagte ich glčcklich.

Und so bekam ich Snowy und wir erlebten noch viele schÜne Ausritte gemeinsam.

Lisa Johannnsen, Klasse 4a