Das Haus in dem ich wohne

 

1891-Adolf Salomon und Benno Jaffe von der Kurfürstendamm-Gesellschaft kauften das riesengroße Grundstück Wangenheimstrasse8-18,das heisst bis zur Kasper- Theyss- Strasse durchgehend bis zur Auguste-Victoriastrasse.

1903 kaufte Heinrich Franssen die Gartengrundstücke 12-18 und bebaute sie, unter anderem das Haus in dem ich wohne.

Es wurde 1905 mit dem Bau begonnen und ab 1907 bewohnte es der Ostasienkaufmann Max Nielassen mit seiner mit seiner Familie.

Damals war es ein Einfamilien Haus. Die Hauptetage war über 165qm groß mit 4 Wohnzimmern. Die Wirtschaftsräume und die Küche waren im Souterrain. In der ersten Etage waren Damen – und Schlafzimmer. Auch ein grosser Schuppen für den Pferdewagen und später für die Autos befand sich auf dem Grundstück.

 

Das Haus wurde 1935 in zwei Wohnungen umgebaut, das heisst, die Schlafräume wurden zu einer selbstständigen Wohnung in der ersten Etage in der meine Eltern und ich jetzt wohnen. Die Zimmer sind immer noch groß und hoch und wir haben drei Balkone. Unser Haus ist an drei Seiten von Garten umgeben, so dass wir ruhig wie im Wald wohnen. An der vierten Seite steht das Nachbarhaus Wangenheimstrasse 16 als Doppelhaus. Der Garten unseres Hauses war so gros, dass dort 1938 ein Dreifamilienhaus errichtet wurde. Die Garage wurde dann in das Haupthaus verlegt. Im Krieg wurde unser Haus stark zerstört und wurde nicht vollständig im alten Stil aufgebaut. Heinrich Franssen (1848-1919)-Baumeister und Architekt stammte aus Schleswig-Holstein und wohnte in Berlin, Bismarkallee 1.

 

Er baute im Grunewald 43 Häuser in seinem unverwechselbarem Stil-Holzarbeit am Giebel der Fassade und im inneren des Hauses. Besonders gerne baute er Doppelhäuser. Das hat mir Georg Franssen erzählt, der Enkel von Heinrich Frassen.

 

 

20 seiner Häuser stehen noch im Grunewald.

 

 


Von Bruno Stauntner Klasse 4A 2004\2005