Die Grunewaldkirche

Der Grundstein der Grunewaldkirche wurde am 28.September 1902 gelegt. Die Einweihung war am 1.Juni 1904. Diese sehr kurze Bauzeit war für die damalige Zeit nicht selbstverständlich, doch die Gemeinde hatte viele wohlhabende Mitglieder, die gerne bereit waren für den Bau ihrer Kirche Geld zu spenden. 

 

 

Die Kirche wurde nach Plänen des Architekten Philipp Nitze aus Halle an der Saale errichtet. Als Standort wurde der dreieckige Platz an der Bismarckallee gewählt. Zunächst war der Johannaplatz vorgesehen.

 

 

 

Der einzige Raum in der Grunewaldkirche, der im Krieg nicht zerstört wurde, ist der frühere Konfirmandensaal. Er befindet sich auf der Seite des Turmes.  Der Raum hat eine wunderschöne Holztäfelung. Heute findet dort der Kindergottesdienst statt. Außerdem dient er als Kirchencafé nach den Gottesdiensten und Mittwochnachmittags.

 

 

Die Zerstörung der Grunewaldkirche

Am 11.März 1943 schlugen drei Luftminen und viele Brandbomben in der Nähe der Kirchenwestfront ein. Durch den Druck wurde die Kirchendecke angehoben und fiel in sich zusammen. Mit dem nieder brechenden Dach wurden viele Teile des Bauwerkes und die Orgel zerstört. Massive Beschädigung erlitten der Vorbau und das Brüstungsgeländer am Turmbau; sämtliche Kirchenfenster zersplitterten unter der Druckwelle. Die bestehenden Schäden führten auch nach Kriegsende zu weiterem Verfall. Dennoch war die Kirche nicht vollkommen zerstört. Nachdem die Trümmer aus dem Kirchenschiff entfernt worden waren, wurde auch die Ruine wieder als Gotteshaus genutzt.  Unter freiem Himmel fanden Taufen und Abendmahlsgottesdienste statt. Am 1.Juni 1953 begannen die Instdsetzungenarbeiten der Grunewaldkirche. Diese Arbeiten wurden wegen fehlenden Geldes erst im April 1959.Die vielen Architektur –und Ausstattungsteile, die erhalten geblieben waren ( z.B. die Kanzel und das Taufbecken.)fielen der Modernisierung zum Opfer. Der erste Pfarrer der Grunewaldgemeinde, Johannes Hanschke, konnte die Gemeindemitglieder überzeugen, den Bau der Kirche mitzufinannziren. So wurde die Orgel von Franz von Mendelssohn gestiftet, der in unmittelbarer Nachtbarschaft wohnte. Er war der erste Kirchenrat der Gemeinde.

 

 

Die Eltern der Konfirmanden bezahlten die ersten Fenster der Kirche.

 

 

Pfarrer Hanschke, der sehr beliebt war, starb wenige Monate nach Einweihung der Kirche im Alter von 40 Jahren

 

 

Bald danach war Hermann Priebe für Jahrzehnte (bis 1949) Pfarrer der Grunewaldgemeinde.

 

 

Heute leitet Pfarrer Olaf Trenn die Gemeinde .

 

 

Zuletzt wurden die Fenster und der Fußboden der Kirche erneuert.

 

                                                                        Von Charlotte Bernhard  Klasse 4a 2004/2005