Winklerstr.10

 

 

 Die Villa in der Winklerstr.10 hat eine lange schöne Geschichte. In diesem Haus Wohnen heut meine Großeltern .Am Anfang stand die Villa auf einem 9000qm Großem Grundstück. Der erste Besitzer Fabrikant Franz Pietschmann hat es am21.07.1896 gekauft. Das Grundstück stand leer bis es in Besitz vom Stahlbauunternehmer und Kommerzienrat Ernst Nölle am 14.09.1899 überging.Das Grundstück mit Villa gehörte ihm bis1920. Seit 1893 war Ernst Nölle Gründer und Mitinhaber der Stahlhandelsfirma Steffen und Nölle. Es war eine sehr erfolgsreiche Firma, die sehr schnell aufgestiegen war. Sie lieferte unter anderem den Stahl für den Bau des Funkturmes. Das von Ernst Nölle erworbene Grundstück hatte eine wunderschöne herrschaftliche Lage auf den hohen Ufer des Dianeersees. Das war ein idealer Platz für den Bau einer Familienvilla, die seinen Geschäftlichen Erfolg repräsentieren sollte. Der Architekt der,, Nölle Villa“ Hermann Solf schuf eine prachtvolle Fassade im stil der deutschen Renaissance mit Giebeln, Erkern und Dachaufbauten. Mit der Gartengestaltung beauftragte Nölle den Gartenbaukünstler Otto Müller. Er schuf eine der schönsten Gartenlandschaften Grunewalds, wo sich noch eine Besonderheit Versteckte. Es war das im Schweizerhausstil gebaute Maschinenhaus, das die Villa mit Energie versorgte. Hinten am Wasser lag ein geschmackvolles Bootshaus im ähnlichen Baustil. Nach dem Tod von Ernst Nölle im Jahre 1916 wechselte das haus mehrmals den Besitzer, wurde wiederholt zwangsversteigert. 1936 erwarb Direktor Reibeholz die Villa. Er erkannte, das ein derart grosses Haus als Einfamilienhaus finanziell nicht rentabel geführt werden konnte und baute im Jahre 1936 die Villa um. Es entstanden 6 Wohnungen von je 100 bis 150qm Wohnfläche 1938 kaufte Regierungspräsident Kurt Schöner das Anwesend. Er baute es wieder um und verkaufte ca. 6000qm Grundstück mit den Hausnummern Winklerstrasse 6a-8. 1945 bis 1954 Übernahm die Britische Besatzungsmacht das Haus. Erst mit dem neuen Hausherr 1972 Malermeister Uwe Schulz- Ebschbach sollte Schluss sein mit dem Besitzerwechsel. Er hat die Villa kunstvoll und Liebevoll restauriert und ausgestattet. Im seitlichen Treppenhaus sind Nachbildungen von Leistikon- Gemälden auf die Wand aufgetragen, im Wohnzimmer sind Bilder und Ornamente zu sehen. In der Eingangshalle hängt eine Riesenabbildung des Hauses, eine Sammlung mit Portraits alle bisherigen Besitzer ist auch aufgezeichnet. Das alles ist dem Interesse des Hausbesitzers für die Geschichte des Hauses mit Photos und Historischentexten dokumentierte hat. Herr Kromschinsky ist seit dem 1.03.1962 der älteste Mieter des Hauses.

Von Nikola Siljanoski, Klasse 4 A 2004/05