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| Über die Geschichte der Grunewald-Grundschule können Sie ausführlich in den beiden Chroniken zur 75- und 100-Jahrfeier der Schule nachlesen:
Grunewald-Chronik - anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Grunewald-Grundschule 1974 100 Jahre Grunewald-Grundschule - Festschrift zum Schuljubiläum 1999 erhältlich im Sekretariat der Schule |
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der Kolonie Grunewald und unserer Schule |
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Reichskanzler Fürst Bismarck machte König Wilhelm I. den Vorschlag, den Grunewald zum Erholungspark für die Berliner zu gestalten. Er sah die Bevölkerung Berlins rasant ansteigen und er wollte den Menschen einen Zugang ins Freie verschaffen. Der Grunewald sollte für Berlin das werden, was der Bois de Boulogne für Paris war. Der Kurfürstendamm war bisher nur ein Pferdeweg, um das Jagdschloss zu erreichen. Über ihn sollten nach Bismarcks Vorstellungen die Leute in den Grunewald gelangen. Deshalb schlug er für die Neuanlage dieser Straße die üppige Breite von 53 Metern vor. Wilhelm I. stand diesem Plan sehr wohlwollend gegenüber und spendierte aus seiner Privatschatulle sogar 40 000 DM für ein zunächst provisorisches Pflaster.
Dann geschah zunächst einige Jahre nichts, bis der Baumschulenbesitzer John Booth an Bismarck mit dem Anliegen herantrat, den Damm in der geforderten Breite auszubauen gegen einige hundert Morgen des Grunewalds zu einem moderaten Preis. Die folgenden endlosen Verhandlungen führten John Booth in finanzielle Schwierigkeiten, so dass letztendlich die Kurfürstendamm AG ab 1890 die Anlage der Villenkolonie Grunewald in Angriff nahm. |
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| 1889 wurden im Sommer der Hubertus- und der Herthasee künstlich geschaffen. Ende 1891 wohnten in 23 Villen 41 Familien. Ende 1895 zählte die Kolonie bereits 1064 Einwohner. Da nur 3/10 der 1200 - 2000 qm großen Grundstücke bebaut werden durften , konnten sich hier nur wohlhabende Leute niederlassen. Am 1. April 1899 wurde durch die Wahl des Gemeindevorstehers die Gemeinde offiziell ins Leben gerufen. Der 1. Amtsvorsteher Bernhard Wieck schuf für die mittlerweile 3000 Einwohner öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Feuerwehr, Polizei und Gemeindeamt. | |||||||||||
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16. Oktober 1899 mit 45 Schülern und 2 Lehrern in der Hubertusbader Str. 14 im Haus des Bildhauers Steinmann eröffnet. Als diese Schule dann im Frühjahr 1903 aus allen Nähten platzte, wurde ein Wettbewerb für ein Schulgebäude in der Delbrückstr. 20, dem heutigen Standort ausgeschrieben. Die Klassenzimmer waren für 50 Schüler vorgesehen. Zur Schulanlage gehörten 2 Wohnungen für Lehrer und 3 Wohnungen für Schuldiener. Allerdings waren die Toiletten in besonderen Gebäuden eingerichtet, so dass das Eindringen übler Gerüche in das Hauptgebäude ausgeschlossen war. Von 1903 bis 1905 war die Gemeindeschule Gast im neuen Gebäude des Grunewald-Gymnasiums, jetzt Walther-Rathenau Gymnasium. Im April 1905 wurde die Eröffnung der Gemeindeschule Grunewald gefeiert. In dem neuen Gebäude befand sich auch eine Volksbibliothek und ein Lesesaal. Auch eine Badeeinrichtung für Schüler und Erwachsene war eingerichtet worden. Besonderes Lob erhielten auch die Architektur und die künstlerische Ausarbeitung des Gebäudes. Der erste Lehrer, Adolf Schröder, leitete die Schule bis 1915. Sein Nachfolger wurde einige Jahre später Hermann Siebert, der bis 1930 Schulleiter war. Die Bevölkerungszahl im Grunewald stieg und zum 25-jährigen Jubiläum zählte die Grunewaldschule 440 Schüler in 14 Klassen. Zu den frühen Traditionen der Gemeindeschule gehörten die Weihnachtsfeier, die alljährliche Dampferfahrt im Sommer mit allen Eltern und Kindern und das Schillerfest. Die traditionelle Weihnachtsfeier wird seit 1967 wieder regelmäßig veranstaltet und gehört zu den Höhepunkten eines jeden Schuljahres. Doch bei weitem nicht alle Kinder besuchten die Gemeindeschule. Besonders die Kinder wohlhabender Eltern gingen auf Privatschulen oder wurden zu Hause unterrichtet. Judith Kerr und ihr Bruder Max wurden allerdings nicht privat unterrichtet, sondern waren Schüler unserer Schule, bis zu ihrer Flucht 1933. Über die Geschichte der Schule in der Nazizeit ist wenig bekannt. Ein Brand soll viele Unterlagen vernichtet haben. Da der jüdische Bevölkerungsanteil im Grunewald sehr hoch war, ist anzunehmen, dass sich die diskriminierenden Gesetze jener Zeit gravierend auf das Schulleben auswirkten. Eine verkürzte Auswahl von Gesetzen und Verordnungen kann hier nachgelesen werden. Gedanken und Erinnerungen von Ehemaligen, die anlässlich des Jubiläums aufgerufen wurden, und nur schwer aufzufinden waren, können in der Festschrift, die zum 100jährigen Bestehen der Schule erschienen ist, nachgelesen werden. Während des 2. Weltkrieges wurde die Schule zeitweise, wie auch schon im 1. Weltkrieg, als Kaserne für Soldaten benutzt. Wegen der Luftangriffe konnte während der Kriegsjahre häufig kein Unterricht erteilt werden. 1997 entstand auf dem Gelände des Hubertussportplatzes die neue Sporthalle der Schule, die nach dem BSC-Sportler und olympischen Silbermedalliengewinner Kurt Weiss benannt ist. Eine andere Tradition der Grunewald-Grundschule besteht in der multikulturellen Erziehung an unserer Schule. |
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| Quellen:
Eberhard Welz: Grunewald-Chronik 100 Jahre Grunewald-Grundschule Helga Frisch: Die Villenkolonie Grunewald Helga Gläser: Karl-Heinz Metzger: 100 Jahre Villenkolonie Grunewald 1889-1989 |
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Grunewald-Grundschule - A. Grimm (Rektor) - Delbrückstr. 20A - 14193 Berlin - Deutschland
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